Archiv für den Tag: 22. September 2014

Die drei Irrtümer der Pius-Bruderschaft

Die Pius-Bruderschaft ist eine häretische und schismatische Gruppierung. Als solche stellt sie eine mindestens ebenso große Gefahr für den katholischen Glauben dar wie die Konzilssekte. Die Gefahr ist insoferne sogar noch größer, als es gerade die Treuesten im Glauben sind, die mittels der Irrlehren der Priesterbruderschaft ins Abseits geführt werden sollen. Was sind nun die schlimmsten Irrtümer der FSSPX?

Erster Irrtum: Kirche kann schlechtes vorschreiben

Die Piusbruderschaft verbreitet intransigent den Irrtum,  die hl. Katholische Kirche könne ihren Gläubigen Schlechtes gebieten. Diese Ansicht ist auf dem Konzil von Trient (1545-1563) ausdrücklich verurteilt worden. Dort heißt es:

„Jeder, der sage, daß Zeremonien, Kleidung und die äußeren Zeichen, welche die Kirche für die Zelebration der Messe vorschreibt, der Frömmigkeit schaden statt dienen, sei ausgeschlossen.“

Im Gegensatz zu dieser Aussage erklärt die Piusbruderschaft ausdrücklich, daß die Neue Messe und die modernisierten Liturgien schlecht seien und den katholischen Glauben zerstören. Gleichzeitig anerkennt die Piusbruderschaft die Päpste seit dem Konzil als echte Nachfolger Petri. Damit lehrt sie auch implizit, daß die Kirche etwas Schlechtes verordnete.

Zweiter Irrtum: Papst mit Bischöfen fehlbar

Die Piusbruderschaft lehrt, daß der Papst in Verbindung mit den Bischöfen fehlen kann. Infolgedessen liege es am einzelnen Gläubigen zu entscheiden, welche Lehre wahr und welche falsch sei. Mit dieser Ansicht widerspricht die Piusbruderschaft der feierlichen Verkündigung über die Unfehlbarkeit der Kirche des Ersten Vatikanischen Konzils (1869-1870). Dort wurde definiert, daß eine vom Papst in Gemeinschaft mit den Bischöfen verkündete Lehre durch die Verheißungen Christi vor Irrtum bewahrt bleibt.

Die Piusbruderschaft behauptet einen Widerspruch zwischen dem „Zweiten Vatikanischen Konzil“ und der traditionellen Kirchenlehre. Das führe jedoch zu dem unausweichlichen Schluß, daß das Zweite Vatikanum nicht von wahren Bischöfen und von einem wahren Papst stamme.

Dritter Irrtum: Man darf dem Papst widerstehen

Die FSSPX vertritt die Auffassung, daß man sich dem Papst widersetzen darf. Das kann jedoch ein echter Katholik niemals tun, da ein wahrer Nachfolger Petri die universelle Jurisdiktionsgewalt besitzt. Schon Papst Bonifaz VIII. hat im Jahr 1302 in seiner berühmten Bulle Unam Sanctam erklärt, daß es für das Seelenheil notwendig sei, sich dem Papst unterzuordnen.

Das Zeichen für einen römischen Katholiken ist es, sich dem römischen Pontifex zu unterwerfen. Die Piusbruderschaft habe die Lehre von der Unterordnung unter den Papst unterwandert. Sie verbreite diesen Irrtum nun seit 40 Jahren auf der ganzen Welt. Der einzelne Katholik fälle plötzlich ein persönliches Urteil über die Lehren und Gesetze des Papstes. Damit hat die Piusbruderschaft den Glauben unzähliger Laien sowie von zwei oder drei Generationen von Priestern verdorben, sowie unzählige Seelen um ihr Heil gebracht.