Archiv für den Tag: 13. September 2015

Joaquin Saenz y Arriaga

Joaquin Saenz y Arriaga  wurde im Jahre 1899 geboren. Er gehörte den Jesuiten an. Saenz wurde zum scharfen Kritiker der Entscheidungen der Pastoralsynode und ihrer „Päpste“. 1972 wurde er durch die Mexikanische Bischofskonferenz „exkommuniziert“. Heute gilt er als der wichtigste frühe Sedisvakantist.

Joaquin Saenz wurde im Geist der „Cristero“-Bewegung erzogen. Damals kämpften die mexikanischen Katholiken gegen die masonistisch-kommunistische Regierung von Mexiko. Viele Katholiken wurden erschossen und sie starben mit dem Ruf „Es lebe Christus, der König!“ Saenz y Arriaga legt großen Wert auf die katholische Lehre vom Königtum Jesu Christi. Diese Lehre wendet sich gegen Säkularismus und gegen die Trennung von Kirche und Staat. Nach der Pastoralsynode führte Saenz y Arriaga den Widerstand gegen die Reformen in Mexiko an. Für ihn war schon früh klar, daß hinter diesem verfehlten „Reformen“ keine echten Päpste stecken können und so war er wohl der erste, der die Lehre vom Sedisvakantismus entwickelte. Und er definierte auch, daß die Sedisvakanz mit dem Tod von Pius XII. begann.

P. Joaquin Saenz y Arriaga faßte die Ergebnisse seiner Lehre zusammen in den Büchern „Die neue Montinische Kirche“ (1971) und „Sede vacante: Paul VI. ist kein legitimer Papst“ (1973). In diesen Büchern führte er aus, daß Paul VI. seine päpstliche Autorität durch öffentliche, hartnäckige und manifeste Häresie eingebüßt habe. Saenz übte einen katalytischen Eindruck auf Laien und Priester in der traditionalistischen Bewegung aus. Alle Gegner der Pastoralsynode in Mexiko und Nordamerika beriefen sich auf ihn. Er ermutigte sie, sich für unabhängig zu erklären und eigene Kapellen und Kirchen zu errichten. Und er drängte auf die Weihe von unabhängien, rechtgläubigen Bischöfen.

Nun erklärte ihn der mexikanische Kardinal Miranda für exkommuniziert. Moises Carmona, sein Schüler, erklärte: „P. Joaquin Saenz y Arriaga wurde für Treue im Glauben, in der Lehre und zur Kirche exkommuniziert. Welch gesegnete Exkommunikation! Ich fordere auch für mich eine derartige Exkommunikation!“

Später gründete P. Saenz zusammen mit Adolfo Zamora und Moises Carmona Die Sociedad Sacerdotal Trento. Er half auch vielen Amerikanern dabei, ihre eigenen Organisationen und Gemeinden zu gründen.

Sein Biograf Antonio Rius-Facius, teilte mit, daß Saenz am 28. April 1976 an Krebs gestorben ist. In seinem Testamen, drei Tage vor seinem Tod verfaßt, schrieb er: „Mein ganzes Leben und alles, was mir lieb war, habe ich Christus aufgeopfert, der Kirche und dem Papst. Und er fügte hinzu: „Möge der letzte Schrei meiner Seele derjenige der mexikanischen Märtyrer sein: „Lang lebe Christus, der König, lang lebe die Gottesmutter von Guadelupe.“

Nach dem Ableben wurde seine Arbeit durch Adolfo Zamora und Moises Carmona fortgesetzt, sowie durch P. Francis E. Fenton und seine Orthodoxe Römisch-Katholische Bewegung, sowie durch P. Burton Fraser S. J. in den Vereinigten Staaten.